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Von der Reformation bis zum Zweiten Weltkrieg

Martin Luther

Im 16. Jahrhundert nahmen die württembergischen Orte in der Umgebung, wie z.B. Aldingen, Tieringen oder Oberdigisheim die Reformation an, während die Einwohner der Graf- und Herrschaft Oberhohenberg als vorderösterreichisches Territorium gemäß des Glaubens des Landesfürsten beim alten Glauben bleiben mussten. Nach dem Sieg Napoleons über Österreich ging die Grafschaft Hohenberg in württembergischen Besitz über, die katholische Kirchenmacht wurde gebrochen und die konfessionellen Grenzen wurden durchlässiger.

Laut einer Verordnung aus dem Jahre 1818 wurden u.a. die katholischen Orte Gosheim, Harras, Denkingen und Wehingen von Aldingen aus betreut. 1826 registriert das Kirchenvisitationsprotokoll der katholischen Kirchengemeinde St. Ulrich in Wehingen 3 evangelische Honoratiorenfamilien, die als "Muster der Ordnung und Sauberkeit" bezeichnet werden und vom katholischen Ortsgeistlichen in deutscher Sprache betreut werden.

Als Posthalter Bulling 1895 das Gasthaus "Adler" kaufte, gab er den evangelischen Christen Gelegenheit, sich in einem Zimmer seines Hauses zu treffen, um dort Versammlungen und Gottesdienste abzuhalten. Ab dem Jahre 1901 fanden in einem Privatzimmer des Amtsnotars Kalmbach alle 4-6 Wochen Predigtgottesdienste statt, zu denen der damalige Pfarrer Reinhold Dietrich aus Aldingen kam. Später konnten die Protestanten ihre Gottesdienste manchmal im Forstamt abhalten.

Religionsunterricht gab es für die evangelischen Kinder nicht, und ihr Dasein war nicht immer einfach in einer geschlossenen katholischen Gemeinde, in der nicht als Christ angesehen wurde, wer kein Kreuz in der Stube hängen hatte und Maria nicht verehrte. Der Konfirmandenunterricht fand in Aldingen statt. Ab 1920 stand ein Schulzimmer im katholischen Volksschulgebäude für die Gottesdienste zur Verfügung. Hier fand im November 1921 eine erste Konfirmation statt, die sich "zu einer selten schönen Feier der kleinen Diasporagemeinde gestaltete."