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Die Gemeinde wächst

Gottesdienste

Vor dem Zweiten Weltkrieg gab es auf dem Heuberg insgesamt nur 37 Evangelische. Diese Situation änderte sich nach 1945 schlagartig. Als Folge des verlorenen Krieges kamen aus den ehemals deutschen Ostgebieten viele hundert Flüchtlinge und Vertriebene hierher, so dass der evangelische Bevölkerungsanteil etwa auf 14 % anwuchs. Sie bilden bis heute den Kern unserer evangelischen Kirchengemeinde.

Persönlich betroffen durch die Diasporasituation waren in der Nachkriegszeit vor allem die jungen, heiratswilligen Leute und deren Familien. Nach geltendem katholischem Kirchenrecht konnten damals die katholischen Geistlichen zuerst keine katholisch getrauten Mischehen dulden, und meist vollzog der evangelische Partner, oft auch unter Druck der Angehörigen, den Übertritt zum katholischen Glauben. So hatte die evangelische Kirchengemeinde dauernd Kirchenaustritte wegen Konfessionswechsels, vor allem von jungen Menschen zu beklagen. Dort, wo es Mischehen gab und die Kinder katholisch getauft wurden, entstand auf evangelischer Seite Ärgernis, wenn die evangelische Mutter weiterhin zum hl. Abendmahl ging, obwohl sie ihren Glauben ihren Kindern gegenüber verleugnete.

Wie stark der katholische Geist das Leben in den Dörfern des Heubergs bestimmte, zeigt sich auch in kleinen Beispielen:

Der evangelische Geistliche wurde kaum zur Mitarbeit in bürgerlichen Fragen geladen.

1963 fand es der Kirchengemeinderat für notwendig, bei den bürgerlichen Gemeinderatswahlen einen evangelischen Kandidaten durch Flugblätter zu unterstützen.

Die Volksschulen der Dörfer waren bis 1967 katholische Bekenntnisschulen.